Gottschee

Die Verbindung der Gottscheer mit Kärnten geht auf die Kolonisation im 14. Jahr-
hundert zurück. Die Grafen von Ortenburg hatten im Großraum Spittal Besitzungen und besiedelten mit weichenden Bauernsöhnen aus Oberkärnten und Osttirol ihre ungerodeten Gebiete in Krain. Die Siedler erhielten als freie Bauern eine Hube ( ca. 20 ha ) Land zur Bewirtschaftung.

Zwischen 1860 und 1880 war der bevölkerungsmäßige Höchststand der Gottschee mit 25900 Einwohnern erreicht, es folgten große Auswanderungswellen und bereits vor dem Krieg waren ganze Dörfer entvölkert. Nach dem Ende der Monarchie kam die Gottschee zu Slowenien und alle deutschen Vereine wurden aufgelöst
1945 setzte eine Flucht der Gottscheer in alle Teile der Welt ein. Organisiert in Landsmannschaften versuchen sie, ihre überlieferten Traditionen, vor allem Sprache und Brauchtum, zu erhalten.
Markantester Teil der Gottscheer Kultur ist bis heute ihre Sprache. Es handelt sich um einen oberkärntner-osttirolischen Dialekt des 14. Jahrhunderts, der dem Mittelhochdeutschen sehr nahe kommt und die Lautverschiebungen zum Neuhochdeutschen aufgrund der Isolation nicht mehr mitmachte.